Cross Company Mentoring

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Firmenübergreifendes Mentoring

Seit 2022 richtet das DB-Frauennetzwerk für die Deutsche Bahn das Cross Company Mentoring (CCM) aus. Aus dem Netzwerk Frauen bei der Bahn steuern Britta Blahnik, Angelika Heilmeier, Dr. Katrin Hagemann und Johanna Setz das einjährige Programm für fünf Frauen als Mentees und fünf Mentorinnen.

Im Interview erklärt unsere Projektleiterin Britta Blahnik, was das besondere an diesem Programm ist.

Was verbirgt sich hinter „Cross Company Mentoring“?

Britta Blahnik: Das Cross Company Mentoring bietet engagierten Frauen, die in einer Führungsposition tätig sind, die Möglichkeit, sich über den Austausch mit einer Mentorin oder einem Mentor aus einem anderen Unternehmen und über ein konzernübergreifendes Begleitprogramm persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Derzeit nehmen, neben der Deutschen Bahn, die Deutsche Bank, die Fraport AG, die Freudenberg Group, Hewlett Packard Enterprise, die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), Die Autobahnen GmbH des Bundes sowie Festo daran teil.

Unternehmensübergreifendes Organisationsteam des Cross Company Mentorings
Unternehmensübergreifendes Organisationsteam des Cross Company Mentorings
Quelle: Deutsche Bank

Das unternehmensübergreifende Organisationsteam des Cross Company Mentorings während der Auftaktveranstaltung des Jahrgangs 2025/2026 bei der Deutschen Bank in Frankfurt a.M.

Der Austausch zwischen Mentor:in und Mentee über Unternehmensgrenzen hinweg, erweitert den Horizont der Teilnehmenden, wir lernen gemeinsam von- und miteinander und können uns gegenseitig inspirieren. Alle Unternehmen haben erkannt, dass Frauen ge- und befördert werden müssen, wenn sich etwas in der Unternehmenskultur und beim Thema Anteil von Frauen in Führungspositionen ändern soll.

Mit dem Cross Company Mentoring setzen alle teilnehmenden Unternehmen ein wichtiges Zeichen für das gemeinsame Ziel, Frauen auf ihrem Karriereweg zu unterstützen. Außerdem gibt es etliche Gelegenheiten zum Netzwerken, sowohl vor Ort als auch virtuell. Insbesondere die Teilnehmerinnen der GIZ sind ja in aller Welt tätig und nicht ohne weiteres in Deutschland anzutreffen.

Wieso engagiert sich die Deutsche Bahn beim Cross Company Mentoring? 

Britta Blahnik: Wir sind 2022 von der Deutschen Bank angesprochen worden, die vor mehr als zwanzig Jahren das Programm ins Leben gerufen hat. Wir haben es zunächst für ein Jahr als Pilotprojekt getestet, um zu sehen, ob es auf unsere Bedürfnisse passt und ob wir es ehrenamtlich steuern können. Die ersten zehn Mentor:innen und Mentees der DB, die sich an dem Programm beteiligt haben, waren begeistert, und alle Mentorinnen und Mentoren haben von sich aus sofort angeboten, weiterzumachen.

Wieso ist es wichtig, gerade Frauen für Mentoringprogramme zu gewinnen?  

Britta Blahnik: Ein Mentoringprogramm dient dazu, den Fokus auf aktuelle Themen zu lenken, sich explizit dafür Zeit zu nehmen und durch den Input von außen, Dinge anders einzuschätzen. Dies alles in einem geschützten Rahmen. Gerade für Frauen ist das häufig wichtig, um sich in etablierten Strukturen durchsetzen zu können und ihre Interessen besser vertreten zu können. Frauen bewerben sich anders, nehmen Kommunikation oft anders wahr als Männer. Manche von uns sind noch zu zurückhaltend in Situationen, in denen wir das gar nicht sein müssten. Zum Beispiel dabei, über den eigenen Wertbeitrag und auch über Erfolge zu sprechen. Und auch für die Mentor:innen ist jeder Austausch bereichernd, weil im Dialog Verständnis für die Situation und Kommunikationsweise des anderen entsteht. Wir freuen uns daher auch immer sehr über männliche Unterstützer. Zum 5. Geburtstag des Netzwerks „Frauen bei der Bahn” haben wir uns gewünscht, bis zum Jahr 2024 30 Prozent Frauen in Führungspositionen zu bringen. Seither sind sehr viele Programme und Maßnahmen ins Leben gerufen worden, das Ziel wurde erreicht und für 2035 neu auf 40 Prozent gesetzt. Dazu wollen wir mit dem internen Mentoringprogramm beitragen, aber auch mit dem CCM. Der Blick über den Tellerrand schärft den Blick für das, was bei der DB schon gut läuft und was man anders machen kann in der Führungskultur.